geringe Attraktivitäthohe
FörderbedarfGebiet wählen für die Detailkalkulation

Market Intelligence

Welche Gebiete tragen sich – und welche nur mit Förderung?

Beim Netzausbau entscheidet die Gebietsauswahl über die Rendite, nicht die Technik. Wir rechnen Ihre Ausbaugebiete durch, bevor der erste Bagger rollt.

2.500
1.2005.000

Bewegen Sie den Regler: Die Karte färbt sich neu ein, sobald ein Gebiet unter Ihrer Kostengrenze liegt.

Eigenwirtschaftlich erschließbar
82 %der Haushalte
Außerhalb der Marktreichweite
7,4 Mio.Haushalte, Förderkulisse
Vorrang-Gebiete
220hohe Marktattraktivität

Schematische Modellrechnung auf synthetischen Gebietsdaten, kalibriert auf die bundesweite eigenwirtschaftliche Ausbauquote von 82 % und eine Glasfaserquote von 36 % der Haushalte. Die Karte bildet keine realen Gemeinden ab; die Rechenlogik entspricht der, die wir im Projekt auf Ihre Daten anwenden.

Ausgangslage

Der Markt ist halb gebaut – und die Hälfte davon ungenutzt

Der Glasfaserausbau in Deutschland ist weder abgeschlossen noch gleichmäßig verteilt. Genau in dieser Ungleichverteilung liegt der Ertrag: Sie ist rechenbar, bevor sie sichtbar wird.

36 %der 41,3 Mio. Haushalte sind mit Glasfaser erschlossen, bei Unternehmen sind es 41 % von 3,6 Mio.Breitbandatlas 06/2024, zitiert nach BMDS
82 %eigenwirtschaftliche Ausbauquote bundesweit – nach der Neuberechnung von Januar 2025, vorher 91 %.BMDS, Potenzialanalyse
27 %Take-up-Rate: Nur gut ein Viertel der erschlossenen Haushalte bucht auch einen Anschluss.BREKO Marktanalyse 2025
22,1 Mio.Gebäude und 44,9 Mio. Anschlüsse umfasst der Datensatz, auf dem die bundesweite Analyse rechnet.BMDS, Potenzialanalyse

Die Entscheidung

Vier Fragen, an denen Ausbauprojekte hängen

Tiefbaukapazität ist knapper als die Zahl der möglichen Gebiete. Jede dieser Fragen wird heute oft nach Erfahrung beantwortet – und lässt sich stattdessen rechnen.

Frage 01

Wo lohnt sich der Ausbau zuerst?

Haushaltsdichte, Wettbewerbsbandbreiten und Investitionskosten je Anschluss ergeben eine Rangfolge statt einer Wunschliste.

Frage 02

Welche Gebäude zuerst?

Wohneinheiten, Etagen und Gebäudenutzung entscheiden über Aufwand und Ertrag je Hausanschluss – und damit über die Reihenfolge im Rollout.

Frage 03

Wo lässt sich Tiefbau sparen?

In der Feinplanung zählt jeder Meter. Flurstücke, Hausumringe und Neubaucluster verkürzen Trassen, bevor sie geplant sind.

Frage 04

Wie erreichen wir die Vorvermarktungsquote?

Vor Baubeginn müssen typischerweise 30 bis 40 Prozent Abschlüsse stehen. Zielgruppen- und Gebäudedaten sagen, wo der Außendienst wirkt.

Leistungen

Was wir liefern

Kein Datenabo, sondern eine Entscheidungsgrundlage: Gebiete mit Zahlen, Annahmen und einer nachvollziehbaren Rangfolge. Die Beispiele stammen aus dem Netzausbau – dieselbe Rechnung beantwortet auch Filial-, Standort- und Servicegebietsfragen.

Gebietskalkulation

Investitionskosten je Anschluss gegen Ihre Investitionsobergrenze – Gebiet für Gebiet.

  • Kostenmodell nach Gemeindeprägung: städtisch, halbstädtisch, ländlich
  • Break-even je Ausbaugebiet und Szenarien für Ober- und Untergrenzen
  • Rangfolge nach Kapitalbindung statt nach Bauchgefühl

Standort- und Wettbewerbsbewertung

Wer ist vor Ort, mit welcher Bandbreite, und wie viel Markt bleibt übrig?

  • Verfügbare Technologien und Bandbreiten je Adresse
  • Wettbewerbsdichte auf Raster- und Gemeindeebene
  • Marktanteil-Szenarien bei Infrastrukturwettbewerb

Versorgungs- und Lückenanalyse

Die Differenz zwischen Ausbaupotenzial und Glasfaserquote zeigt, wo Markt übrig ist.

  • Abgleich mit den amtlichen Versorgungsmeldungen
  • Weiße Flecken, Restgebiete und Förderkulisse getrennt ausgewiesen
  • Übergabe als Karte, Tabelle und Gemeindeschlüssel

Vorvermarktung steuern

Die Quote vor Baubeginn entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des ganzen Gebiets.

  • Zielgruppen nach sozioökonomischen Merkmalen und Nutzungsverhalten
  • Gebäude mit hoher Abschlusswahrscheinlichkeit zuerst
  • Außendienst- und Kampagnengebiete statt Flächenstreuung

Nachverdichtung und Monitoring

Nach dem Bau bleibt der günstigste Umsatz liegen: Anschlüsse auf bestehender Infrastruktur.

  • Unentschlossene Haushalte im erschlossenen Bestand identifizieren
  • Take-up-Entwicklung je Gebiet nachverfolgen
  • Quartalsweise Aktualisierung der Gebietsbewertung

Förderstrategie und Ausschreibung

Wo der Markt nicht trägt, entscheidet die Förderkulisse über die Wirtschaftlichkeit.

  • Förderfähige Restgebiete sauber abgrenzen
  • Unterlagen für Markterkundung und Antrag vorbereiten
  • Fristen und Kriterienkataloge im Blick behalten

Vorgehen

Von der Datenlage zur Rangfolge

Vier Schritte, sechs bis zehn Wochen, ein übergebenes Modell, das Ihr Team weiterrechnet.

Schritt 1 · Woche 1–2

Datengrundlage

Amtliche Versorgungsdaten, Gebäude- und Adressdaten, Ihre Netz- und Projektdaten werden zusammengeführt und auf Belastbarkeit geprüft.

Schritt 2 · Woche 3–5

Gebietsmodell

Kostenannahmen je Gebietskategorie, Grobnetzlogik und Investitionsobergrenzen werden mit Ihnen festgelegt – offen dokumentiert, nicht als Blackbox.

Schritt 3 · Woche 5–8

Priorisierung

Jedes Gebiet erhält Potenzial, Kosten, Wettbewerbslage und die daraus folgende Rangfolge – inklusive der Gebiete, von denen wir abraten.

Schritt 4 · Woche 8–10

Übergabe

Karte, Datensatz und Rechenmodell gehen in Ihre Systeme. Ihr Team ändert Annahmen selbst und sieht sofort, was das für die Rangfolge bedeutet.

Grenzen der Methode

Was eine Modellrechnung nicht leistet

Eine Gebietskalkulation ist eine Entscheidungsgrundlage, keine Bauplanung. Was sie nicht leistet, sagen wir vorher — nicht im Abschlussbericht.

  1. 01Sie ersetzt keine detaillierte Netzplanung. Eine Potenzialbetrachtung ist eine Durchschnittsrechnung über Kosten- und Investitionshöhen, keine Trassenplanung.
  2. 02Sie ersetzt kein Markterkundungsverfahren. Das bleibt im geförderten Ausbau EU-rechtlich vorgeschrieben.
  3. 03Sie sagt nicht, wann gebaut wird. Zeitpunkt und Umfang entscheiden die ausbauenden Unternehmen und die verfügbare Tiefbaukapazität.
  4. 04Wo Daten dünn sind, sagen wir das. Annahmen stehen im Modell sichtbar neben dem Ergebnis, nicht im Anhang.

Datengrundlage

Worauf die Rechnung steht

Seit dem Telekommunikationsgesetz vom 1. Dezember 2021 müssen Versorgungsmeldungen adressgenau erfolgen. Damit ist die Versorgungslage erstmals belastbar auswertbar.

Amtliche Quellen

  • Breitbandatlas: Verfügbarkeit in 100 × 100-Meter-Rasterzellen
  • Potenzialanalyse des Bundes: eigenwirtschaftliches Ausbaupotenzial je Gemeinde
  • Förderprojekte, laufend und abgeschlossen

Gebäude und Adressen

  • Haushalte und Firmen je Adresspunkt
  • Gebäudeart, Wohneinheiten, Etagen, Nutzung
  • Flurstücke, Hausumringe, Neubaucluster
  • 3D-Gebäudemodelle für Zugangspunkte und Kabelwege

Markt und Nachfrage

  • Sozioökonomische Merkmale und Nutzungsverhalten
  • Verfügbare Bandbreiten und Anbieter je Adresse
  • Take-up-Entwicklung im erschlossenen Bestand

Nächster Schritt

Wir rechnen Ihnen ein Gebiet vor

Nennen Sie uns eine Region, die Sie ohnehin auf der Liste haben. Sie erhalten die Gebietskalkulation mit offengelegten Annahmen – und können unser Ergebnis gegen Ihres halten.

Oder direkt anrufen:+49 800 006 04 21
  • Erstgespräch kostenfrei und unverbindlich
  • Antwort innerhalb eines Werktags
  • Ergebnis in sechs bis zehn Wochen
  • Modell und Datensatz gehen an Ihr Team über

Quellen

  1. Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: Potenzialanalyse zum Glasfaserausbau. Erschließungsgrad 36 % der ca. 41,3 Mio. Haushalte und 41 % der rund 3,6 Mio. Unternehmen (Stichtag Breitbandatlas 06/2024); eigenwirtschaftliche Ausbauquote 82 % nach Neuberechnung Januar 2025; Datensatz mit 44,9 Mio. Anschlüssen und rund 22,1 Mio. Gebäuden. bmds.bund.de
  2. Gigabitstrategie der Bundesregierung: Versorgung aller Haushalte und Unternehmen mit Glasfaseranschlüssen bis 2030. bmds.bund.de
  3. Bundesnetzagentur, Breitbandatlas: adressgenaue Versorgungsmeldungen seit Inkrafttreten des TKG am 01.12.2021; Darstellung der Verfügbarkeit in Rasterzellen von 100 × 100 Metern. gigabitgrundbuch.bund.de
  4. BREKO Marktanalyse 2025: Glasfaserausbauquote 52,8 % (Homes Passed, Stand Juni 2025), Take-up-Rate rund 27 %. brekoverband.de

Die Kartendarstellung im Kopfbereich ist eine schematische Modellrechnung mit synthetischen Gebietsdaten. Sie ist auf die genannten Kennzahlen kalibriert, bildet aber keine realen Gemeinden ab. Kostenspannen je Anschluss dienen als Orientierung und variieren stark nach Siedlungsstruktur und Tiefbaulage.