Sourcegraph Amp Trial

Überblick

Amp ist ein Coding Agent, der als Sourcegraph-Produkt begann und seit Dezember 2025 vom unabhängigen Unternehmen Amp Inc. entwickelt wird, während Sourcegraph separat mit Code Search und Code Understanding weitermacht (Tessl, Amp). Amp läuft über CLI, Web und macOS-/iOS-Apps; Threads werden über Runner auf dem Rechner der Entwickler oder in „Orbs“ ausgeführt, abgeschotteten Cloud-Maschinen pro Thread, und nutzen mehrere Frontier-Modelle hinter einer Auswahl von Aufwandsmodi (Amp manual). Die Erweiterungen für VS Code und Cursor wurden im Februar 2026 abgekündigt und am 5. März 2026 abgeschaltet (The Coding Agent Is Dead).

Trial für Teams, die agentenzentrierte, entfernte und parallele Ausführung wollen und häufige Produktänderungen verkraften. Lizenzierung und Data Handling sollten für das eigene Source-Hosting geprüft werden, da Speicherung und Inferenz derzeit auf US-Infrastruktur laufen.

Adoptionssignale

  • Eigenständiges Unternehmen mit denselben Geldgebern: Die Ausgründung wurde am 3. Dezember 2025 mit Quinn Slack als CEO angekündigt; Amp bezeichnet sich als bereits profitabel, und Craft, Redpoint, Sequoia, Goldcrest und Andreessen Horowitz sitzen in beiden Boards (Tessl).
  • Enterprise-Nachweise: SOC-2-Type-II-Zertifizierung, jährliche Pentests von Clients, Backend und Infrastruktur sowie eine veröffentlichte Liste der Unterauftragsverarbeiter (Amp security).
  • Pakete für Teams und Enterprise: ein Teams-Tarif ohne Aufpreis, der SAML/OIDC-SSO enthält, sobald mindestens ein Mitglied einen bezahlten Tarif nutzt (Free Agent), und ein Enterprise-Tarif mit SCIM, Ausgabenlimits, Audit-Logs, Netzwerk-/MCP-Zugriffskontrollen, IP-Allowlisting und regionalen Endpunkten (Amp pricing).
  • Niedrigere Einstiegskosten seit 13. September 2026: Amp ist kostenlos, wenn Teams eigene Rechenkapazität und Modell-Abos oder -Keys mitbringen; BYOK-Token-Gebühren entfallen außerhalb des Enterprise-Tarifs, Orbs werden separat abgerechnet (Free Agent).
  • Hohe Release-Frequenz: Das Changelog zeigt bis September 2026 mehrere Releases pro Woche, darunter geteilte Runner, Git-Worktree-Unterstützung und MCP in Orbs (Amp news).

Risiken

  • Bewusstes Entfernen von Funktionen. Amp Tab endete im Januar 2026 (Tab, Tab, Dead), die Editor-Erweiterungen wurden nach einer Ankündigung im Februar am 5. März 2026 abgeschaltet (The Coding Agent Is Dead), und die npm-Pakete wurden von @sourcegraph/amp in @ampcode/cli umbenannt, wobei die alten Namen zum 15. Juni 2026 entfernt werden sollten (npm Package Changes). Interne Dokumentation, CI-Skripte und Schulungen veralten schnell.
  • Datenstandort USA. Threads einschließlich Teilen des Codes liegen in Google Cloud in den USA, Modellaufrufe gehen an US-Server mehrerer Anbieter, und e2b sieht bei Nutzung von Orbs Code-Daten (Amp security).
  • Verbraucherbedingungen über private Abos. Wird ein privates ChatGPT- oder Grok-Abo verknüpft, gelten dessen Verbraucherbedingungen und Datenkontrollen, die Amp nicht ändern kann (Amp security).
  • Sichtbarkeit von Threads beim Workspace-Beitritt. Persönliche Threads, die mit demselben Konto erstellt wurden, werden für alle Workspace-Mitglieder sichtbar, sofern sie nicht als privat markiert sind (Amp security); so kann Kundencode in fremde Kontexte gelangen.
  • Entfernte Ausführung mit Secrets. Runner haben inzwischen Zugriff auf Secrets, und Orbs können sich mit MCP-Servern verbinden (Amp news); OIDC-Workload-Identity für Orbs existiert, muss aber konfiguriert werden, damit Zugangsdaten kurzlebig bleiben.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Amp verteilt Arbeit über wenige Modi auf mehrere Frontier-Modelle und lässt sich seit September 2026 außerhalb des Enterprise-Tarifs ohne Amp-Token-Gebühren nutzen, wenn Teams eigene Modell-Keys, ein ChatGPT-Abo oder eigene Rechenkapazität mitbringen.
  • Orbs geben jedem Thread eine eigene, abgeschottete Cloud-Maschine mit geklontem Repository, sodass Agents parallel arbeiten und weiterlaufen, wenn der Laptop zugeklappt ist; Runner auf firmeneigenen Maschinen sind kostenlos.
  • Die Sicherheitsgrundlagen sind vorhanden: SOC 2 Type II mit jährlichen Pentests, kein Modelltraining auf Kundendaten ohne Opt-in (auf Enterprise nie), SSO im Teams-Tarif sowie SCIM, Audit-Logs und Netzwerk-/MCP-Zugriffskontrollen im Enterprise-Tarif.

Nachteile

  • Produktwechsel sind erklärte Politik („No backward compatibility, no legacy features“): Amp hat im ersten Halbjahr 2026 Amp Tab, die Erweiterungen für VS Code und Cursor sowie öffentliche Threads entfernt und seine npm-Pakete umbenannt.
  • Thread-Daten liegen in Google Cloud in den USA, Inferenz läuft auf US-Servern von Anthropic, OpenAI und weiteren Anbietern, und regionale Endpunkte gibt es nur im Enterprise-Tarif; das erhöht den Prüfaufwand für Drittlandtransfers bei EU-Teams.
  • Die Ausgründung im Dezember 2025 hat Amp vom Code-Search-Geschäft von Sourcegraph getrennt; Amp ist nun ein junger eigenständiger Anbieter, und repositoryübergreifende Code Intelligence auf Sourcegraph-Niveau muss separat bewertet werden.

Empfehlung

Amp im Ring Trial mit einem Team an echten, aber nicht kritischen Repositories erproben und gegen den bestehenden Agent vergleichen (Claude Code und Cursor stehen auf diesem Radar in Adopt), gemessen an Durchlaufzeit, Review-Aufwand und Kosten pro gemergter Änderung. Vorab einen Enterprise- oder Teams-Workspace mit SSO einrichten, firmeneigene Konten bei Modellanbietern über BYOK nutzen, damit die Aufbewahrung durch Firmenverträge geregelt ist, das Verknüpfen privater ChatGPT- oder Grok-Abos untersagen und OIDC-begrenzte Secrets konfigurieren, bevor Orbs aktiviert werden.

Mit Veränderung planen: CLI-Versionen in CI pinnen, Agent-Anweisungen in portablen Dateien wie AGENTS.md und Skills statt in Amp-spezifischen Funktionen halten und das Changelog monatlich sichten. Repositories mit personenbezogenen oder regulierten Daten bleiben außerhalb des Trials, bis ein Enterprise-Vertrag regionale Endpunkte bestätigt und der DPA die gelisteten Unterauftragsverarbeiter abdeckt.

Quellen

Beratung

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